duo tuba & harfe


2005 gründete sich im Zuge der Förderung durch die Bundesauswahl Junger Künstler des Deutschen Musikrates das duo tuba & harfe, bestehend aus Andreas Mildner (Soloharfenist des WDR Rundfunkorchesters Köln und Universitätsprofessor an der Musikhochschule Würzburg) und Andreas Hofmeir (Universitätsprofessor für Tuba am Mozarteum Salzburg). In dieser höchst ungewöhnlichen Kombination spielen sie nicht nur originelle Bearbeitungen, sondern vergaben Auftragskompositionen an Komponisten aus der ganzen Bundesrepublik, die der Herausforderung dieses gewagten Klangkonzeptes gern nachkamen. Charakteristisch für ihre Konzerte ist es, dass ihre Instrumente nicht nur im Zusammenspiel, sondern auch einzeln vorgestellt werden. Mit diesen oft ungewohnten Höreindrücken lassen die Künstler das Publikum aber nie alleine, sondern führen anschaulich und mit viel Augenzwinkern durch Geschichte und Möglichkeiten ihrer Instrumente. Dass das ein Erfolgskonzept ist, belegen auch die letzten Jahre: Mittlerweile führten Konzerte die beiden in viele Länder und zu nahmhaften Festivals, darunter die Ludwigsburger Schlossfestspiele, das Schleswig-Holstein Musikfestival, das Festival Mitte Europa, das Internationale Harfenfestival in Rio de Janeiro sowie an Häuser wie das Brucknerhaus Linz, das Mozarteum Salzburg und viel mehr. Mehrere Radiostationen übertrugen bereits ihre Musik, wie der Bayerische Rundfunk, der Norddeutsche Rundfunk und das Deutschlandradio.


Programme des duo tuba & harfe

Why not?

Wir wissen, was Sie denken: Warum um alles in der Welt muss man Tuba und Harfe in ein Duo packen? Wie soll denn das bitte funktionieren? Aber schauen Sie doch mal: Sie haben ja schließlich auch geheiratet, oder? Sehen Sie, selbst die Evolution basiert auf der erfolgreichen Kombination der schier unvereinbaren Gegensätze.
Dass die Verbindung von Tuba und Harfe einen ähnlichen Siegeszug hinlegt wie die von Mann und Frau, oder sogar alle anderen Duos auszustechen vermag, wird von Fachleuten zwar leider bezweifelt, aber die Fruchtbarkeit dieser instrumentalen Ehe wird in „Why not?“ ein für alle Mal bewiesen.
Das Programm „Why not?“ ist in Duo-und Solostücke aufgeteilt. Denn Andreas Mildner vertritt die Auffassung, dass sein etwas überdimensionierter Eierschneider nur ohne Tubabegleitung wahre
Schönheit entfaltet, während ich mein Horn natürlich gerne ohne störendes Gezupfe präsentiere. Aber da gehen die Meinungen eben auseinander.
Wir haben uns grundsätzlich für Originalwerke entschieden, nur bei manchen Komponisten mussten wir nachhelfen. Zu Georg Philipp Telemanns Entschuldigung sei gesagt, dass er bereits etliche Jahre
verstorben war, als die Tuba erfunden wurde, so musste er seine Fantasie notgedrungen erst einmal der Flöte widmen. Und zugegeben: Die Thaïs-Méditation von Jules Massenet ist in ihrer Bearbeitung
für Geige etwas besser bekannt. Bei Quinto Maganinis L’Apres Midi d’une Crocodille handelt es sich um eine Weiterentwicklung der unausgereiften Vorlage von Debussy, nur verbringt hier nicht der Faun einen entspannten Nachmittag, sondern eine Krokodilsdame. Und Astor Piazzollas Nightclub 1960 liegt uns insofern nahe, als dass wir zwar nicht in selbigem Jahr, aber immerhin eine gute Generation später genügend Erfahrung in dem Metier gesammelt haben.
Die Hauptwerke sind aber natürlich die drei Originalwerke von Jörg Duda und Gisbert Näther, die, obwohl sie für uns maßgeschneidert wurden, immer noch verteufelt schwer zu spielen sind – und uns dann doch zu mehr Proben zwingen als sie der Bundesligaspielplan eigentlich erlaubt. Aber was tut man nicht alles für die Kunst!
(Programmtext: Andreas Martin Hofmeir)

Why not?Im Mai 2013 erschien das Programm „Why not?“ als erste CD des Duos beim Label Genuin.

 

 


Besser ohne Worte
Lieder und Arien für Tuba und Harfe

Lieder und Arien sind etwas wunderbares, keine Frage. Wenn da nicht manchmal der Text wäre. Bei Wagner zum Beispiel. Aber auch anderswo.
Instrumentalisten sind seit jeher geneigt, den Gesang als störendes Element dieser Gattungen zu bezeichnen. Und so haben Andreas Martin Hofmeir und Andreas Mildner den Umstand zum Anlass genommen, diversen Gesängen durch Aussparung der Lyrik zu wahrem Glanz zu verhelfen. Und zwar zu dem Glanz, der nur durch die logische Kombination ihrer zwei Instrumente überhaupt möglich ist:
nämlich Tuba und Harfe. Damit Sie aber wissen, was in den Stücken passiert, werden die Künstler die Szenen jeweils vorskizzieren, und das, das wird erfahrungsgemäß sehr lustig …
Mit ihrem ersten Programm “Why not?” begeistern Andreas Martin Hofmeir (ECHO Klassik-Preisträger als Instrumentalist des Jahres 2013, Professor am Salzburger Mozarteum und Gründungsmitglied von
LaBrassBanda) und sein kongenialer Kollege Andreas Mildner (Professor an der Musikhochschule Würzburg und Soloharfenist im WDR Sinfonieorchester Köln) bereits seit einigen Jahren das Publikum
und etablierten somit ein Ensemble, das es bis dahin nicht gab. Umjubelte Auftritte zum Beispiel bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen, beim NDR oder beim Schleswig-Holstein Musik Festival sind
Zeugen einer sowohl einzig- als auch eigenartigen Kammermusikkarriere.


Duo-Repertoire

Why not?
Jörg Duda Fantasia II in f-moll op. 29/2 für Tuba und Harfe
G.Ph. Telemann Flötenfantasie Nr. 2 in a-moll TWV 40:3
Quinto Maganini L’Apres-Midi d’une Crocodille (L’Apres-Midi d’une Demoiselle “Crocodille”)
Gisbert Näther Duo op. 120 für Tuba und Harfe
Astor Piazzolla Oblivion
Jörg Duda Threnodie und Arabesque für Tuba und Harfe
Astor Piazzolla Nightclub 1960
aus Histoire du Tango
Jules Massenet Meditation
aus der Oper Thaïs

Besser ohne Worte

Robert Schumann Der Nussbaum
Die Tochter Jephtas
Loreley
An den Mond
Franz Schubert Gretchen am Spinnrade
Ständchen
Robert Schumann Der arme Peter
Franz Schubert Harfenspieler I
Richard Wagner Lied an den Abendstern
aus Tannhäuser
Elias Parish-Alvars Introduction and Variations on themes from Bellini’s “Norma”
Giacomo Puccini Vissi d’arte und E lucevan le stelle
aus Tosca
François Borne Fantasie brillante sur “Carmen“

weitere Stücke für Tuba und Harfe

Kurt Dietmar Richter Mephistopheles Wohlkla(n)g
Adrian Sieber Gentzgasse

Tuba Solo

Ib Norholm Tea for Tuba
Krystof Penderecki Capriccio

Harfe Solo

Johann Sebastian Bach Italienisches Konzert
André Caplet Deux Divertissements
Isaac Albéniz Suite espagnole
Benjamin Britten Suite op. 83